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Bei Raureif ist der Platz gesperrt (News 1 von 1)

08.09.2018 // Clubmeisterschaften 2018

Aus dem Duden:
Nebel, der: dichter, weißer Dunst über dem Erdboden; für das Auge undurchdringliche Trübung der Luft (durch Konzentration kleinster Wassertröpfchen)

Das spannendste Match fand vor der Meisterschaft statt: es trat an der Nebel gegen die Spielleitung. Der Nebel legte vor, indem er am Morgen des 1. September undurchdringlich über Bissenmoor lag und somit eine ausgeklügelte Zeitplanung für zwei Turniertage komplett über den Haufen warf.
Die Spielleitung konterte, indem sie zusammen mit Dale Habbe – der deswegen auf seinen Start schweren Herzens verzichtete – noch während der laufenden ersten Runde eine Alternativplanung entwickelte. Diese wurde über die beiden Tage kontinuierlich angepasst und verfeinert, damit am Ende die Finalisten in den jeweiligen Kategorien in der richtigen Reihenfolge über die Bahn 18 zum Clubhaus zurückkehrten. Sieg für die Spielleitung! Der Nebel verzog sich und die Spieler hatten zwei Tage bestes Golfwetter!

Klingt alles noch sehr nebulös? Hier ist die Geschichte dazu:

Am Samstag Morgen um 7 Uhr trauten Dale Habbe, Jan Burzlaff und André Seifert ihren Augen nicht: wegen des dicken Nebels konnte man von der Terrasse des Clubhauses die Fahne auf dem 18. Grün nicht erkennen .

Morgens um 7 Uhr: Blick von der Clubhausterrasse zum 18. Grün
Die ersten Starter in der Herren-Klasse sollten um 8.30 Uhr auf Tee 1 abschlagen. Vorgesehen waren dafür unsere Jungs aus der DGL. Man weiß, wie weit deren Bälle fliegen… Die Sichtweite betrug zu diesem Zeitpunkt auf der Bahn 1 von Blau aus keine 130 Meter, der linke Bunker war gerade zu erkennen. Die Spieler hätten keine Chance gehabt zu sehen, wo ihre Bälle gelandet waren. Aufwendiges Ballsuchen wäre unvermeidbar gewesen. Darüber hinaus hätte der nächste Flight nicht erkennen können, ob die Bahn wieder frei ist. Nach Auflösen des Nebels hätten später startende Spieler zudem ungleich bessere Voraussetzungen gehabt. Nein, ein planmäßiger Start des Turniers war einfach keine Option.

8.30 Uhr: Die Damenabschläge kann man gerade so erkennen.
Also hieß es warten und hoffen, dass die angekündigte Sonne bald den Nebel auflösen würde. Es wurde 9 Uhr, es wurde 9.30 Uhr, nichts. Mittlerweile trafen die ersten Spieler ein, die ab 10.30 Uhr bei den Senioren starten sollten. 10 Uhr, 10.15 Uhr – es wird heller – 10.20 Uhr Nebel weg! Um 10.30 Uhr konnte endlich losgelegt werden. Man darf allerdings nicht vergessen, die Spieler hatten nun seit zwei Stunden auf ihren Start gewartet, eine Herausforderung auch an die Konzentration. Genauso erging es den Startern in der Seniorenklasse, die nun auch zwei Stunden warten mussten, bis sie an der Reihe waren. Klönen, schon mal was trinken, ein wenig putten, irgendwie die Zeit herumkriegen.

Eigentlich sollten die Damen und Herren an diesem Tag zwei komplette Runden spielen. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und dem Sonnenuntergang gegen 20 Uhr war das nicht mehr machbar. Was nun?

Die zweite Runde wurde gesplittet: die ersten neun Löcher wurden ab 15.30 Uhr gespielt. Die zweiten Neun sollten dann am nächsten Morgen ab 8 Uhr (das ist sehr früh, vor allem wenn man eine etwas weitere Anfahrt hat!) absolviert werden, laut Wetterprognose war kein Nebel zu befürchten. Dabei war das Regelwerk zu beachten: die Fahnenpositionen auf den Bahnen 10 bis 18 durften dafür nicht verändert werden.

Ein Mähen der Grüns der Löcher 10 und der 11 direkt am Wohngebiet ist am Sonntag nicht erlaubt. Aber natürlich sollten die Spieler auch am Sonntag Morgen gute Grüns vorfinden. Quadratur des Kreises! Durch das (geräuscharme) Bügeln der Grüns konnte dies aber dann doch noch erreicht werden.
Nächste Herausforderung: die Fahnenpositionen auf der 10 bis 18 mussten danach noch für den zweiten Turniertag – Runde 3 der Damen und Herren, Runde 2 der Seniorinnen und Senioren – umgesteckt werden.

Und dann war da noch das Ziel, dass am Nachmittag die Flights in der richtigen Reihenfolge an der 18 ankommen sollten. Die Startliste wurde anhand der Ergebnisse der hereinkommenden Flights aus der zweiten Hälfte der zweiten Runde (die, die so früh los mussten) laufend angepasst. Es hat geklappt, auch wenn eine Spielerin nur 20 Minuten Zeit zwischen dem Ende ihrer ersten neun Löcher und dem Start der nächsten 18 Löcher hatte – sie hatte zum Glück damit kein Problem.

Damit nun zum sportlichen Verlauf der Clubmeisterschaft 2018.

Zur Erinnerung: es gibt vier Clubmeistertitel, einen für die Herren (AK 30 und jünger), und einen für die Damen (AK 30), sowie für Senioren (AK 50 und 65) und Seniorinnen (AK 50 und 65). Drei Titelverteidiger(innen) des letzten Jahres traten wieder an, lediglich bei den Senioren stand schon zu Beginn fest, dass es einen neuen Meister geben würde.

Die Spielerinnen und Spieler in der AK 30 und jünger tragen drei Runden aus, die Abschläge wandern dabei jedes Mal weiter nach hinten (Orange/Rot/Blau bzw. Blau/Gelb/Weiss). Die Seniorinnen und Senioren spielen zwei Runden, auch hier wird zuerst von den vorderen Abschlägen (Orange bzw. Blau) gespielt, am zweiten Tag von Rot bzw. Gelb.

Tag 1, Samstag 1. September:
Bei den Herren traten in diesem Jahr 21 Spieler an, darunter die DGL-Mannschaft. Nach der ersten Runde von Blau führte Jeremy Rudtke mit 72 Schlägen das Feld an, gefolgt von Lars Traulsen und Tobias Schütz mit jeweils 74 Schlägen. Damit deutete sich hier schon an, dass die Titelverteidigung für Lennart Franck schwierig werden würde, da er mit 76 Schlägen doch schon 4 Schläge zurück lag. Bester AK 30er im Feld war Henrik Horndahl mit einer 77er-Runde.

Die Damenkonkurrenz bestritten 9 Golferinnen. Monika Luth und Vorjahresmeisterin Nicole Petter waren nach der ersten Runde (von Orange) mit 85 Schlägen gleich auf.

Bei den Senioren traten 24 Clubmitglieder an. Mit einer 81er-Runde setzte sich Frank Mielitz an die Spitze, gefolgt von Hartmut Otto (83) und Ingo Meißner (84). Mit diesem Ergebnis hatte keiner gerechnet!

11 Seniorinnen teeten in diesem Jahr auf. Nach Runde 1 führte Manuela Bollmann mit 91 Schlägen vor Rose-Marie Peter mit 92 Schlägen und einem Damen-Trio mit jeweils 100 Schlägen. Manuela Bollmann gelang an diesem Tag so gut wie alles – inklusive eines Eagle (!) auf der Bahn 13. Ob sie so ein gutes Ergebnis in Runde 2 noch mal schaffen würde?

Tag 2, Sonntag, 2. September:
Nach der gesplitteten zweiten Runde bei den Herren und Damen sah das Zwischenergebnis so aus:
Jeremy Rudtke, Lars Traulsen und Lennart Franck hatten jeweils 73 Schläge für diese Runde gebraucht und lagen damit, jeweils durch 2 Schläge im Gesamtergebnis getrennt, an der Spitze. Es zeichnete sich also ein Dreikampf an der Spitze ab, ausgetragen von den weißen Abschlägen.

Bei den Damen hatte Nicole Petter die Führung übernommen (83 Schläge in Runde 2, gesamt 168), gefolgt von Jennifer Barckhan (82 Schläge in Runde 2, gesamt 169) und Monika Luth (89 Schläge in Runde 2, gesamt 174). Das würde also auch spannend werden!

Thomas Brömsel (AK 30) hatte sich sehr deutlich unterspielt und durfte sich während der dritten Runde schon mal darauf einstellen, nach Turnierende ein Bad im Teich an der 18 zu nehmen – er war in die Einstelligkeit gerutscht!

Die dritte Runde bei den Damen und Herren sowie die zweite Runde der Seniorinnen und Senioren wurde sowohl von Tee 1 als auch Tee 10 gestartet, damit am späten Nachmittag alle Teilnehmer wieder zurück sein konnten.

Die Idee bei der Zusammenstellung der Startliste für diesen zweiten Turniertag ist es, dass nacheinander die besten drei Spieler jeder Altersklasse und Clubmeisterkategorie am Grün der Bahn 18 eintreffen, angefangen mit den Senioren der AK 65 über die Seniorinnen der AK 65 bis hin zu den besten Damen AK 30 und den Herren. Ausgangspunkt sind dabei die Ergebnisse der vorhergehenden Runde(n). Dabei ist man vor Überraschungen nie gefeit!

Bei den Senioren hatte an diesem Tag Horst-Uwe Meyer einen Lauf. Im gelang eine 81er-Runde, mit der er sich an die Spitze der Seniorenklasse katapultierte. Zweiter wurde Ingo Meißner, Dritter Hartmut Otto.

Bei den Seniorinnen konnte Rose-Marie Peter ihren Titel verteidigen, dicht gefolgt von Claudia Kowski und Kerstin Scharnweber. Beide Damen hatten sich mit hervorragenden 89er-Scores nach vorne geschoben. Bei Manuela Bollmann lief es nicht mehr ganz so gut, sie fiel auf den vierten Platz zurück.

Bei den Damen ließ Nicole Petter nichts anbrennen, sie ließ die Konkurrenz mit einer 84er-Runde hinter sich und verteidigte damit erfolgreich ihren Titel als Clubmeisterin der Damen. Jennifer Barckhan wurde Zweite, Platz drei ging an Gisela Kuhlmann.

Nun stand nur noch die Entscheidung bei den Herren aus. Würde Jeremy Rudtke seinen Vorsprung verteidigen können? Ja, konnte er! Mit 77 Schlägen kamen sowohl er als auch Lars Traulsen ins Ziel. Mit einer 76er Runde, der besten des gesamten Tages, schob sich Lennart Hahn noch vor auf Platz drei.

Aus sportlicher Hinsicht kann man ein sehr positives Fazit dieser Clubmeisterschaften ziehen: im Feld der 65 Starter gab es in diesen zwei Tagen knapp 20 Unterspielungen, einige Teilnehmer konnten sogar mehrfach ihr HCP verbessern.

Siegerehrung
Zum Abschluss einer Clubmeisterschaft gehört auch eine entsprechende Siegerehrung. Nachdem alle Teilnehmer zusammen gegessen hatten, leitete Präsident Rainer Fahs die Siegerehrung ein. Die weitere Ausführung überließ er dann Clubmanager Dale Habbe. Dieser moderierte dann die seiner Meinung nach „längste und komplizierteste Siegerehrung“ des Clubjahres.

Er lies die beiden Turniertage Revue passieren und ging dabei vor allem darauf ein, wie die Nebelsituation vom Vortag bewältigt wurde. Außerdem konnte die Anzahl der Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr um 15 gesteigert werden, ein schöner Trend, der sich hoffentlich im nächsten Jahr fortsetzt. Assistiert von Patricia Fahs und Lars Traulsen wurden zunächst die Nettosieger ausgezeichnet.

Bei den Seniorinnen wurde Claudia Kowski Erste, bei den Senioren Horst-Uwe Meyer. Der Nettosieg der Damen ging an Nicole Petter, Herrensieger wurde Jeremy Rudtke.

Danach folgten die Bruttosieger in den einzelnen Altersklassen:
Damen AK 65: Rose-Marie Peter vor Heidi Otto und Gudrun Winter
Damen AK 50: Claudia Kowski vor Kerstin Scharnweber und Manuela Bollmann
Herren AK 65: Horst-Uwe Meyer vor Hartmut Otto und Gerd Schlüter
Herren AK 50: Dr. Ingo Meißner vor Frank Mielitz und Burkhard Gorr
Damen AK 30: Nicole Petter vor Jennifer Barckhan und Gisela Kuhlmann
Herren AK 30: Markus Petter vor André Seifert und Thomas Brömsel
Herren: Jeremy Rudtke vor Lars Traulsen und Lennart Hahn

Clubmeisterschaft 2018: Alle Siegerinnen und Sieger
Den Abschluss bildet traditionell die Ehrung der Clubmeister. Deren Namen werden auf Tellern eingraviert und außerdem auf den neuen Clubmeister-Tafeln, die seit Kurzem im Bistro angebracht sind.

Rose-Marie Peter wurde wieder Clubmeisterin der Seniorinnen, Horst-Uwe Meyer Clubmeister bei den Senioren. Nicole Petter trägt den Titel der Clubmeisterin der Damen ein weiteres Jahr.

Die Ehrung von Jeremy Rudtke als Clubmeister der Herren fand unter großem Beifall, zu dem sich alle von ihren Stühlen erhoben, statt. Der sympathische junge Mann, der erst in dieser Saison nach Bissenmoor zurück gekehrt war, bedankte sich in seiner kurzen Rede bei den Organisatoren, den Greenkeepern, Trainer Mike Bradley und Restaurantchef Pascal Bechet, der am Grün der 18 für Freibier gesorgt hatte. Außerdem ließ er nicht unerwähnt, dass ihm Mannschaftskollege Andy von Bülow mit „Zivilklamotten“ ausgeholfen hatte für diese Feier – er hatte wohl mit seinem Erfolg nicht gerechnet und entsprechende Sachen eingepackt.

Danach ließ es sich ein sichtlich bewegter Seniorenmeister Horst-Uwe Meyer nicht nehmen, auch noch ein paar Wort zu sagen. Er dankte vor allem HeadPro Mike Bradley, der immer an ihn geglaubt habe und ihm damit das nötige Selbstvertrauen gegeben hat. Zur Feier des Tages spendierte er deswegen noch ein Fass Freibier, was mit großem Applaus quittiert wurde. Dies war dann noch ein schöner Abschluss nach diesen zwei sehr intensiven Golftagen für alle Beteiligten!

Clubmeister 2018: v.l.n.r. Jeremy Rudtke, Nicole Petter, Rose-Marie Peter , Horst-Uwe Meyer

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