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Wir haben unsere Grüns aerifiziert (News 1 von 1)

10.07.2017 // Mannschaftsmeisterschaften von SH – Tag 2 und Resümee

Nach der unglücklichen Niederlage im Stechen am Samstag ging es um Sonntag nun gegen den Abstieg!

Die Stimmung in der Mannschaft war gut zu Beginn des zweiten Tages. Man musste nach vorne schauen und alle Kraft darauf verwenden, den Abstieg zu verhindern. Die gesamten äußeren Bedingungen versprachen einen perfekten Golftag. Der Platz, besonders die Grüns, waren im Topzustand – Frank Gärtner und sein Team haben Hervorragendes geleistet! Das Wetter spielte mit, kaum Wind, sonnig, aber nicht zu heiß.

Zunächst gingen die Bissenmoorer und Glücksburger Vierer auf die Bahn, auf Tee 10 wurden sie von Kalle Paulsen gestartet. Fest einkalkuliert für das Ergebnis war ein Sieg des Duos Lennart Franck/Lars Traulsen, die die Erwartung auch mit 8 auf 6 voll erfüllten. Der erste Punkt war relativ bald geschafft! Lennart Hahn und Tobias Schütz konnten sehr lange dagegen halten, am Ende ging der Punkt nach Glücksburg. Tim Kröger und Mikey Bradley hatten deutlich mehr zu kämpfen, auch hier ging der Sieg an die Gegner. Punktestand 1:2, nun hing ganz viel von Nicole und Markus Petter ab. Auf Loch 8 fiel dann die Entscheidung, Markus gelang ein sensationeller Schlag aus dem Semirough rechts an der 100-Meter-Marke bis an die Fahne, die ganz rechts stand. Die Gegner lagen ein paar Meter weiter vorn am Baum, und der Versuch des Glücksburger Spielers, mit einem Draw ebenfalls an die Fahne zu spielen, misslang. Sieg für die Petters, Ausgleich zum 2:2.

Kurioser Weise stand es in allen vier Partien des Tages, in Klasse A wie in B, nach den Vierern 2:2.
Für die acht Einzel am Nachmittag musste Kapitän André Seifert an diesem Tag leider auf Jens Schultz verzichten, der sich am Vortag den Rücken verletzt hatte. Dennoch ließ es sich dieser aber nicht nehmen, die Mannschaft den ganzen Tag über zu begleiten. Daher musste Nicole Petter noch einmal auf die Bahn, und das gegen einen deutlich stärkeren Gegner. Um es vorweg zu nehmen, sie hat ihm den Schneid abgekauft! Am Ende wurde das Match geteilt – unglaublich wichtig für das Ergebnis! Super Nicole, das war einfach Spitze!

Lennart Hahns Gegner hatte nach neun Löchern überraschend aufgegeben. Anscheinend hatte Lennart seinen Gegner so dominiert, dass dieser das Handtuch vorzeitig warf. Ein weiterer Punkt für Bissenmoor. Tobias Schütz musste sich knapp geschlagen geben, Punkt für Glücksburg.

Lars Traulsen gelang an Loch 4 etwas fast Unglaubliches: Sein Abschlag lag kurz vor dem Graben, sein zweiter Schlag ging dann ins Aus. Den nächsten Schlag setzte er dann an die Fahne – Putt zum Par mit einem Strafschlag auf der 4! Ohne Fehlschlag hätte es auch ein Eagle werden können …. Sein Match hat er am Ende geteilt, wieder ein halber Punkt für Bissenmoor. Der Zwischenstand nach diesen vier Spielen war also 4:4.

Bei Markus Petter zeichnete sich früh ab, dass er verlieren würde. Nach zwischenzeitlich sogar „sechs down“ kämpfte Markus sich noch bis an „drei down“ heran, bis sein Gegner das Match gewann. Spielstand 4:5.

Mikey Bradley hat sehr gut gespielt und das Match lange offen gehalten, aber leider war dann doch an Loch 7 (Start von der 10!) das Spiel verloren. Spielstand 4:6.

Nun hing alles von Lennart Franck und Tim Kröger ab. In Lennarts Match ging es über die gesamte Distanz sehr eng zu, „all square“ oder „1 up“ bzw. „down“.  Auf Bahn 9 musste also die Entscheidung fallen. Lennarts Abschlag ging auf der 9 gegen einen Baum, aber der Ball prallte glücklicherweise so ab, dass er damit weiterspielen konnte. Lennart behielt die Nerven, gewann das Loch und damit das Match! Spielstand 5:6.

Noch während des Jubels darüber hörte man aus Richtung Loch 8, wo Tim Kröger gerade spielte, ebenfalls begeisterte Rufe. Tim hatte sein Match auch für sich entschieden, Spielstand 6:6 – wieder ein Stechen erforderlich!

Der „Kriegsrat“ – Kapitän André Seifert, Spielführer Dale Habbe und HeadPro Mike Bradley – bestimmten danach die drei Spieler, die ins Stechen gehen sollten. Lennart Hahn, Lennard Franck und Tim Kröger, die drei Matchwinner des Tages, traten an. Die Regel des Stechens lautete: Die Mannschaft, die zuerst zwei Löcher gewonnen hat, ist Sieger.

Lennart Hahn ging als erster los, er teilte sich die Bahnen 10 und 11 mit seinem Kontrahenten. Die Bahn 12, dieses lange Par 5, musste er auch noch spielen. In der Zwischenzeit hatte Lennard Franck auf der 10 geteilt. Sein Abschlag auf der 11 lag rechts auf Höhe der Fahne im flachen Semi zwischen Grün und Bunker – gute Chipposition. Sein Gegner schlug ebenfalls bis auf Höhe der Fahne, jedoch in den rechten Bunker. Der Schlag aus dem Bunker gelang, allerdings lief der Ball doch einige Meter von der Fahne weg. Lennart setzte seinen Chip direkt ans Loch, der Ball fiel nicht. Als dann der Putt seines Gegners am Loch vorbeilief, hatte Lennart gewonnen. Riesenjubel brach aus.

Tim Kröger hatte auf der 10 ebenfalls geteilt und stand inzwischen am Abschlag der 11, bereit zum Schlag.

Lennart Hahn auf der Bahn 12 hatte seinen zweiten Ball in den linken Bunker vor dem Grün gesetzt.  Einige Zuschauer an der 11, die mit einem Auge noch das weit entfernte Geschehen auf der 12 beobachteten, hatten den Eindruck, dass Lennart Hahn sein Loch gewonnen hatte. Diejenigen, die den aktuellen WhatsApp-Chat der Mannschaft verfolgten, konnten zur Freude aller den Loch-Gewinn bestätigen.

Obwohl Lars Traulsen, Lennart Francks Caddie, kaum mehr zu halten war, hielt man die Nachricht noch zurück, damit Tim Kröger seinen Abschlag an der 11 noch machen konnte. Erst danach wurde Lennart Hahns Ergebnis bestätigt. Spieler, Betreuer und Zuschauer auf der 12 kehrten jetzt zu der großen Gruppe auf der 11 zurück. Der Fairness halber ließ man den Glücksburger Spieler auf der 11 noch abschlagen, aber danach brachen alle Dämme, der Jubel kannte keine Grenzen. War das knapp!

 

Das Stechen ist gewonnen! Der Glücks-Bote Lars Traulsen und sein Kapitän André Seifert fallen sich auf der Bahn 11 in der Arme.

Zu den Gratulanten gehörte auch das Team aus Jersbek, der Gegner vom Vortag, der die Klasse B gewonnen hatte.

Das erfolgreiche Team aus Jersbek

Resümee:

Bissenmoor hat die Klasse B gehalten, die Aufstiegsserie ist nun erst einmal beendet. Die Herausforderung wird sein, im nächsten Jahr ein Team zu bilden, das den spielstarken Gegnern in dieser Klasse Paroli bieten kann. Die Luft ist schon ganz schön dünn in Klasse B!

Als Gastgeber hat Bissenmoor eine gute Figur gemacht, dank der perfekten Vorbereitung des Platzes durch die Greenkeeper um Frank Gärtner, der Organisation der beiden Spieltage durch Spielführer Dale Habbe samt seinem Team und mit seiner neuen Gastrocrew um Pascal Bechet. Dies wurde auch durch Moritz Graf von Rantzau, der als Vertreter des GVSH anwesend war, bei der Preisverleihung an den Aufsteiger GC Jersbek betont. Von daher sollte Bissenmoor gute Chancen haben, auch zukünftig bei der Vergabe von großen Verbandsturnieren als Gastgeber berücksichtigt zu werden.

2 comments

  1. Volker Lange sagt:

    Ein großartiges Golf-Wochenende in Bissenmoor: die acht besten Club-Mannschaften aus Schleswig-Holstein kämpfen um Meisterschaft, um Auf- und Abstieg.

    Golf auf technisch hohem Niveau auf einem perfekt vorbereiteten Course, spannende Begegnungen, die erst im Stechen entschieden werden, bei allerbestem Wetter! Und dann noch unsere tolle Mannschaft, die den Schock vom verlorenen Stechen am Samstag wegstecken und in einem hinreißenden Fight die Konkurrenz aus Glücksburg am Sonntag Abend wiederum im Stechen niederringen konnte! Ein Erlebnis für alle Zuschauer!

    Allerdings nur für die wenigen Zuschauer, die ihre Bissenmoorer Mannschaft am Samstag und Sonntag begleitet haben.

    Ich schätze die Anzahl der „reinen“ Zuschauer aus unserem Club, die also keine Funktion um das Turnier herum hatten, sondern nur ihre Mannschaft anfeuern wollten, auf unter 30. Und das, meine lieben Bissenmoorer Sportsfreunde, halte ich für sehr enttäuschend. Nicht nur die Freizeit-Spieler fehlten überwiegend. Nach meinen subjektiven Eindruck machten sich auch recht viele unser Mannschaftsspielerinnen und -spieler rar, was ich mir nun überhaupt nicht erklären kann. Ich hätte mir da doch ein wenig mehr Interesse und „spirit“ gewünscht.

    Was soll Bissenmoor denn sportlich noch vorweisen, damit sich die Clubmitglieder die Ehre ihres Besuches geben?

  2. Greenkeeper sagt:

    Bravo Volker, wir sind ganz deiner Meinung!
    Das Greenkeepingteam

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