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11.07.2019 // Mannschaftsmeisterschaften von Schleswig-Holstein in Bissenmoor

Der nachfolgende Text beschreibt die Mannschaftsmeisterschaften aus Sicht der Organisatorin.

Als bei der Spielausschusssitzung im Mai die Sprache auf die Mannschaftsmeisterschaften von Schleswig-Holstein (MM von SH) kam, die Anfang Juli (6. und 7.) in Bissenmoor stattfinden sollten, wurde es still am Tisch. Acht Augenpaare richteten sich auf mich. Die Erwartung, dass ich mich um die Organisation kümmern sollte, konnte ich deutlich spüren. „Muss ich mir das antun?“ fragte ich halblaut. Patricia (Fahs) sah mich aufmunternd an und meinte, dass sie mir mit der Gastro helfen würde. Damit war es entschieden: ich würde mich um die Organisation dieser Meisterschaften kümmern.

Erste Aktivitäten
Wie geht man so ein Vorhaben an? Als Erstes: Ausschreibung gründlich lesen und verstehen! Daraus ergaben sich schon mal die ersten Anhaltspunkte für die Organisation.
Das Heimspiel unserer AK 65 Herren, das wenige Tage später stattfand, kam dann gerade zum richtigen Zeitpunkt. Manfred Gerlach, Sportwart des GVSH, würde mit seiner Sylter Mannschaft nach Bissenmoor kommen, die beste Gelegenheit, mit ihm die Angelegenheit zu besprechen.
Rainer Fahs, unser Präsident, stellte mich vor, und wir führten ein sehr offenes und intensives Gespräch mit Manfred Gerlach. Er gab mir erste Tipps und wichtige Informationen. Außerdem stellte er den Kontakt zur Geschäftsstelle des GVSH und dem Schiedsrichter-Obmann des GVSH, Herrn Mailandt, her.

Vorbereitungstreffen mit dem Schiedsrichter
Über Herrn Mailandt bekam ich Kontakt zu Hermann Klisch, der als einer der beiden Schiedsrichter für die MM von SH in Bissenmoor eingeteilt war. Wir verabredeten uns für den Vormittag des 17. Juni zur Platzbesichtigung. Rainer Fahs, zwei Tage vorher aus der Reha nach einer Hüftoperation entlassen, war zur Stelle, genauso wie Head Greenkeeper Frank Gärtner und Platzbeauftragter Horst-Uwe Meyer.
Der gesamte Platz wurde inspiziert, um festzulegen, wo und wie Markierungen erforderlich wären. In der abschließenden Besprechung wurden dann die weiteren Verantwortlichkeiten geklärt. Für das Heimspiel unserer DGL-Mannschaft konnten wir daraus schon großen Nutzen ziehen.

Organisatorische Feinplanung
Nun standen diverse Themen auf meinem Arbeitszettel:
• Starter finden,
• Absprachen mit der Gastronomie treffen,
• Anschreiben an die Gastmannschaften erstellen,
• Ablauforganisation planen,
• unzählige Dokumente vorbereiten und mit dem Referee abstimmen,
• und noch vieles mehr.
Ein paar Tage vor dem Termin stand alles.

Vorbereitungstag
Am Freitag, den 5. Juli, reisten Herr Klisch und sein Kollege, Herr Vogt, an, um die Fahnenpositionen und die Abschläge für die beiden Wettkampftage festzulegen. Ich durfte mit dabei sein! Zu viert, Horst-Uwe Meyer war auch dabei, fuhren wir den gesamten Platz rückwärts ab, sprühten die Markierungen und besprachen letzte Details zur Platzmarkierung.
Im Sekretariat war Doris Meitzner schon dabei, die Unterlagen für die Starter am nächsten Morgen vorzubereiten.

Wettkampftag 1, Samstag 6. Juli
Der Wecker klingelte zu einer sehr frühen Stunde. Um 7 Uhr musste das Sekretariat geöffnet sein, falls ein Kapitän noch Veränderungen an der Meldeliste der Spieler vornehmen wollte. Bis 7.30 Uhr hatten die vier Kapitäne der Klasse A Zeit, ihre Aufstellung für die Vierer, die ab 8 Uhr starten sollten, abzugeben. Wir hatten dann gerade mal 15 Minuten Zeit, daraus zwei Startlisten für die beiden ersten Spiele der Klasse A zu machen. Zeitgleich wurden Anne und Heiner Förster, die Starter am Samstag Morgen, von Herrn Klisch eingewiesen. Aus der Spielleitung waren Rainer Fahs und Richard Vogt auf dem Platz unterwegs, um die Abschläge zu stecken.
Es war sehr viel los im Clubhaus zu so früher Stunde! Einige Mannschaften hatten im Bistro gefrühstückt, die übrigen trudelten nach und nach ein. Token für den Ballautomaten waren sehr begehrt, aber auch Handschuhe oder Mützen. Sekretärin Doris Meitzner behielt dennoch ihre Ruhe! Um 7.30 Uhr schlossen wir kurzzeitig das Sekretariat für ein paar Minuten– nun galt es, hoch konzentriert die Startlisten zu erstellen.
Sobald wir damit fertig waren, stürmten Starter und Spielleitung los, und die nächsten vier Kapitäne, nämlich die der Klasse B, standen im Sekretariat. Die zweite Runde für uns! Wieder hieß es, zwei Startlisten zu fertigen, die dann in kürzester Zeit zu den Startern gebracht werden mussten. Um 8.15 Uhr war dann die erste Schlacht des Tages geschlagen. Wir konnten dann beide zu Tee 10 gehen, wo das Bissenmoorer Team ab 8.32 Uhr abschlug.
Ab 11 Uhr kamen die ersten Ergebnisse herein. Erst kleckerweise, und dann standen auf einmal acht Leute im Sekretariat, um ihre Ergebnisse zu melden! Wieder war volle Konzentration erforderlich, um alles richtig zu notieren und dann auch in den Computer einzugeben. Die Zeit drängte, denn um 12.30 Uhr war Meldeschluss für die Einzel der Klasse A, die um 13 Uhr starten sollten. Vier Kapitäne mit ihren Listen, daraus zwei Startlisten machen, ausdrucken, kopieren, verteilen – hört sich nach Stress an, war es auch. Zeitgleich wurden die Starterinnen des Nachmittags, Kirstin Petersen und Svenja Blieffert, von Herrn Klisch eingewiesen. Die Klasse B war dann als nächstes dran, allerdings hatten wir da dann doch ein wenig mehr Zeit dafür, denn deren Start war erst um 14 Uhr.
Danach hatten wir uns erst mal eine Pause verdient!
Ab 16.30 Uhr kamen die ersten Ergebnisse der Klasse A herein. Wir hatten uns auf einen ruhigen Nachmittag eingestellt, denn Zeitdruck war ja keiner mehr. Doch plötzlich standen jede Menge Leute im Sekretariat, aus Altenhof und Grambek, Kapitäne und Spieler, dazu noch die gesamte Spielleitung. Es hieß jetzt ganz schnell viele Ergebnismeldungen entgegennehmen, ausrechnen und dann stand es fest: Altenhof und Grambek mussten ein Stechen austragen!
Beide Kapitäne mussten schriftlich drei Spieler benennen. Ein Pulk von Leuten, Spieler, Caddies, Betreuer, Zuschauer und Spielleitung bewegte sich dann Richtung Tee 10, um dabei zu sein. Es dauerte nicht lange, und dann stand der Sieger, nämlich Altenhof, fest. Die Altenhofer hatten kurzen Prozess gemacht und alle drei Matches schon an der 10 gewonnen. Damit konnten wir die Klasse A für den Tag abschließen und erste Vorbereitungen für den nächsten Tag treffen.
In der Klasse B war es nicht so spannend, die Matches hatten eindeutige Ergebnisse. Gegen 19 Uhr waren wir dann am Ende – mit der Arbeit und auch unseren Kräften.

Wettkampftag 2, Sonntag 7. Juli
Es half nichts, wieder früh aufstehen und um 7 Uhr da sein! Das Procedere war wie am Vortag, nur dass dieses Mal als Starter Michael Maack gegen 7.30 Uhr im Sekretariat erschien.
Ein wenig Routine hatten wir schon, so dass die Startlisten der Vierer für beide Klassen zügig erstellt werden konnten.
Gegen Mittag wurde es allerdings eng, einige Vierer der Klasse A gingen erst kurz vor dem Meldeschluss für die Einzel zu Ende. Am Start der Einzel in der Klasse A um 13 Uhr konnte dennoch festgehalten werden. Ingo Meißner hatte den Part an Tee 1 übernommen, während Michael Maack eine Doppelschicht einlegte und wieder an Tee 10 im Einsatz war.
An diesem Nachmittag dauerte es sehr lange, bis Ergebnisse feststanden. Es wurde wirklich hart gekämpft in allen Matches. Ein besonderes Highlight gelang Julia Bäumken aus Altenhof: sie spielte an der Bahn 13, einem Par 4 Dogleg nach links, einen Albatros!
Am Nachmittag traf dann Besuch vom GVSH ein. Ehrenpräsident Peter Pahlke samt Gattin waren angereist, um die Siegerehrung für die Klassen A und B vorzunehmen. Helga Rahn vom Golf Clubmagazin war ebenfalls vor Ort und sorgte für die Mannschaftsfotos der siegreichen Teams aus Altenhof (Landesmeister, Sieg in der Klasse A), Sachsenwald (Vizemeister, Klasse A) sowie der Klasse B, Lübeck-Travemünder GC (damit Aufsteiger nach Klasse A).
Gegen 20 Uhr hatten wir es geschafft. Alle Ergebnisse waren fertig und per Mail zur Geschäftsstelle geschickt worden. Feierabend!

Nächstes Jahr reist unser Team nach Escheburg – bin ich froh, dann muss ich nicht organisieren!

Hier ist noch ein Link zu Bildern von diesem Wochenende. Fotografiert hat sie unser Mitglied Daniel Nies.

Ulrike Lange

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